26.08.15

Die Presse über iss mich! in Alpbach: Krumme Karotten im Hallenbad
Die Presse, Menschen, 26. August 2015. Beim Europäischen Forum Alpbach 2015 betrieb iss mich! drei Wochen lang ein Pop-up-Restaurant. Ort war das stillgelegte Hallenbad des Tiroler Bergdorfs. Die Presse hat vorbeigeschaut.
Worum es im Artikel geht
Bernadette Bayrhammer beschreibt die Küche in der früheren Hallenbadkantine. An der Wand steht noch, dass Essen im Bad verboten ist. Trotzdem wird gegessen, und zwar alles. Auf der Karte standen etwa Linseneintopf, griechische Riesenbohnen, Zucchininudeln und Karottensuppe, meist vegetarisch, oft vegan. Laut Artikel gingen pro Tag 150 bis 200 Portionen weg. Im Hallenbad liefen außerdem Diskussionen zur Lebensmittelverschwendung und die Ausstellung „Waldbad - Air Is Food“.
Gemüse, das nicht in den Handel kommt
Tobias Judmaier erklärt, warum so viel Gemüse aussortiert wird. Kohlrabi sind zu groß, Karotten zu klein oder krumm, Kartoffeln haben Schrammen. Solches Gemüse wird zu Biogas oder Tierfutter oder wieder eingepflügt. Die Bauern geben es lieber an iss mich! weiter, meist gratis. Für Alpbach kamen bis dahin rund 200 Kilo von einem großen Tiroler Biobetrieb.
Mehr als Resteverwertung
Der Artikel nennt weitere Grundsätze. iss mich! verwendet Biogemüse. In Wien arbeiten Frauen aus den Mutter-Kind-Häusern der Caritas mit, geliefert wird möglichst per Fahrrad. In Alpbach halfen drei Asylwerber aus einer Nachbargemeinde in der Küche. Erwähnt wird auch, dass iss mich! im Jahr davor bei der Austria-Gala der Presse in der Kategorie Humanitäres Engagement ausgezeichnet wurde.
Was davon bei iss mich! geblieben ist
Catering für Veranstaltungen ist bis heute ein fixer Teil von iss mich!. Wir kochen bio und saisonal und achten darauf, dass nichts verschwendet wird.
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Quelle: Bernadette Bayrhammer, „Pop-up-Restaurant in Alpbach: Krumme Karotten im Hallenbad“, Die Presse, Menschen, 26. August 2015, S. 8.
