04.04.16

Salzburger Nachrichten über Tobias Judmaier: Bioessen aus Müll

Salzburger Nachrichten über Tobias Judmaier: Bioessen aus Müll

Salzburger Nachrichten, Österreich, 4. April 2016. In der Reihe „Menschen hinter Schlagzeilen“ erschien ein ganzseitiges Porträt von Tobias Judmaier. Es erzählt, wie aus einem Anruf im Jahr 2012 das Unternehmen iss mich! wurde.

Worum es im Artikel geht

Andreas Tröscher beschreibt Judmaiers Weg. Der gelernte Koch aus Innsbruck arbeitete fünf Jahre als mietbarer Koch in Griechenland. 2010 kam er nach Österreich zurück. 2012 rief ihn der Filmemacher David Groß an, mit der Idee einer Serie über Wastecooking. Der erste öffentliche Kochauftritt fand auf dem Alten Markt in Salzburg statt. Rund 60 Menschen aßen Eintopf aus Biogemüse aus dem Müll.

Vom Free-Supermarket zu iss mich!

2013 folgte ein Free-Supermarket bei der Wienwoche in Ottakring. Dafür besuchte Judmaier Landwirte im Marchfeld. Er sah, wie viel Gemüse am Feld liegen bleibt. Als er nach Ausschussware fragte, ging es plötzlich um Tonnen. Ende März, Anfang April 2014 startete iss mich! als biozertifiziertes Catering und Lieferservice.

Ein wachsendes Start-up

Laut Artikel verkochte iss mich! damals rund eine Tonne Gemüse pro Monat. 70 Prozent der Speisen bestanden aus gerettetem Gemüse. Mit vier Teilzeitkräften wurden bis zu 300 Gäste bei Abendveranstaltungen versorgt. Suppen und Eintöpfe im Glas standen auch bei Greißlern im Regal. Das Unternehmen wuchs ohne Fremdkapital. Judmaiers Traum war, irgendwann ganz auf gerettetes Gemüse umzustellen. Judmaier erzählt auch von Etiketten und Kennzeichnungspflichten. Die Verpackung müsse so perfekt sein wie bei einem Konzern.

Was davon bei iss mich! geblieben ist

Bio-Catering und Gerichte im Glas sind bis heute unser Angebot. Wir kochen saisonal und gehen sorgsam mit jedem Lebensmittel um.

Den Originalartikel als PDF ansehen

Quelle: Andreas Tröscher, „Ein Tiroler kocht Bioessen aus Müll“, Salzburger Nachrichten, Österreich, 4. April 2016, S. 10.