Das Marchfeld - die Kornkammer Österreichs

Das Marchfeld - Im Süden durch die Donau begrenzt, im Westen die Wiener Randbezirke Floridsdorf und Donaustadt, im Norden das Weinviertler Hügelland und im Osten die March. Mit seiner weiten und ebenen Landschaft hebt sich die Region deutlich von seiner Umgebung ab. Das Marchfeld liegt direkt vor den Toren Wiens und profitiert vom größten Anteil des Nationalparks der Donau-Auen. Eine sanfte Hügellandschaft und weite idyllische Felder zeichnen das Marchfeld aus. Das pannonische Klima und eine gute Bodenbeschaffenheit bieten perfekte Verhältnisse für den Gemüseanbau. Zudem laden zahlreiche Ausflugsziele und der Nationalpark in die Gegend ein.

 

Geschichte und Entwicklung des Marchfelds

Zwischen Wien und Bratislava befindet sich die größte Ebenen Österreichs, das Marchfeld. Heute werden in der Region Marchfeld rund 45 Tausend Tonnen Gemüse auf einer Fläche von über 7.000 Hektar angebaut. Die Anbauflächen für Erdäpfel sind da noch nicht mit eingerechnet. Somit ist es mit Abstand die wichtigste Anbauregion Niederösterreichs.

Im 19. Jahrhundert dominierte noch der Getreideanbau, lediglich ein wenig Kraut und Spargel wurde rund um Gerasdorf angebaut. Daher hat das Marchfeld auch heute noch die Bezeichnung “Kornkammer Österreichs”.

Durch die Ausbreitung der Stadt in die Randbezirke, gab es einen enormen Rückgang vom Gemüseanbau in Kagran und Simmering, welcher sich ins heutige Marchfeld verlagerte. Damals wurde hauptsächlich klassisches Gemüse der Grundversorgung angebaut, heute ist es schon deutlich vielfältiger.

 

Im Marchfeld befindet sich zudem das größte zusammenhängende Grundwasservorkommen Österreichs. Es fasst so viel Wasser wie der Ossiacher- und der Wörthersee zusammen. Das Grundwasser in der Region hat eine extrem langsame Strömung, ein "Tropfen Wasser" legt pro Tag lediglich 1 bis 10 Meter zurück. Von einem Ende zum Anderen, dauerts es Jahre.

 

Es kommt auf die Größe an
Erst in den letzten Jahren hat sich die Anbaufläche wieder enorm vergrößert (weitere 1.300 Hektar). Trotz diesen Anstiegs, ist die Zahl der Produzenten und Landwirte stark rückläufig. Es zeichnet sich ein eindeutiger Trend zu größeren Feldern (mehr als 5ha). Dies ist vorallem der steigenden Anforderungen in Qualitätssicherung und Logistik zu schulden. Viele kleine, familiäre Betriebe können hier schlichtweg nicht mehr mithalten. Die Anforderungen an "schönem" und passgenauem Gemüse hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Dem können nur große Betriebe, mit großen Anbauflächen mithalten. Gemüse, welches nicht den Anforderungen an Größe, Gewicht, Form, etc entspricht wird dann einfach auf dem Feld liegen gelassen. Für kleine Bauern oft nicht tragbar und rentabel.

 

Was wird heute im Marchfeld angebaut?
Heute werden über 60 verschiedene Sorten an Obst und Gemüse in der Marchfeldregion angebaut. Die größten Anbauflächen bewirtschaften Zwiebel, Erdäpfel, Karotten, Kraut, Erbsen, Bohnen, Spinat, Zuckermais und Spargel. Vieles davon kommt uns bekannt vor aus dem klassischen Tiefkühlgemüse.

Der Marchfelder Spargel ist weit über seine Grenzen hinaus bekannt und wird landesweit gern gegessen! Aber auch Erdbeeren und Getreide haben einen bedeutenden Faktor für die Region.

Biologische Landwirtschaft
Der Anteil an biologischer Landwirtschaft im Marchfeld wird statistisch noch nicht erfasst. In etwa 10-15% der Anbaufläche wird für eine biologische Anbauwirtschaft verwendet. Am stärksten vertreten sind hier Karotten und Erdäpfel. Beide werden unter Anderem auch gezielt für den Export angebaut. Auch in Discountern hat das Interesse an Bio-Gemüse in den letzten Jahren immer stärker zugenommen. Der wichtigste Abnehmer hier ist Hofer mit seiner Bio-Marke "Zurück zum Ursprung". Aber auch die Rewe Marke "Ja! Natürlich" bezieht vieles ihres Bio Gemüses aus dem Marchfeld.

Wo wird noch Gemüse angebaut?
Weitere wichtige, aber deutlich kleinere Regionen für den Gemüseanbau in Niederösterreich befinden sich Im Laaer Becken (Zwiebel), das Tullner Becken (Kraut) und der Raum rund um

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