Rote Rübe - Die farbenfrohe Wunderknolle des Winters

Die Rote Rübe (in Deutschland auch bekant als Rote Beete), das Wintergemüse schlecht hin, wird hierzulande oftmals sehr unterschätzt und ist verhältnismäßig wenig verbreitet. Gilt sie doch als Lieblingsfrucht der Aphrodite, steckt voller Nährstoffe, kann als natürliche Doping verwendet werden und ist vielseitiger in der Küche verwendbar als man glauben mag.

 

Die Knolle kommt aus dem Mittelmeerraum, wird aber auch in Österreich gerne und oft angebaut. Kaum zu glauben, aber sie ist mit Mangold und Spinat verwandt. Daher kann sie auch als Ganzes verarbeitet werden - von der Knolle bis zu den Blättern.

 

Saisonalität und Sorten

Die rote Powerknolle hat vergleichsweise lange Saison. Als perfektes Wintergemüse kann sie von September bis März frisch geerntet werden und ist somit auch in den kältesten Monaten in vielen Hofläden saisonal erhältlich.

Rote Rüben lassen sich gut und lange an einem kühlen und trockenen Ort lagern. Wer auch über die Sommermonate etwas von der roten Frucht haben möchte, kann sie vorab kochen und dann einfrieren.

 

Die bekanntesten Sorten sind "Rote Kugel", "Chioggia" und "Ägyptische Plattrunde". Für den Balkon oder die Terrasse eignen sich "Monalisa", "Monika" und "Pablo" gut. Sie brauchen weniger Platz, müssen nicht notwendigerweise vereinzelt werden, "Monalisa" wird sehr früh schon reif. Die Sorte "Bernstein" kommt aus dem Burgenland, sie ist groß und saftig.

Als Pflanzpartner eignen sich Kohlrabi, Gurken und Salat.

 

 

Rote Rübe als natürliches "Doping"

Wie eine Studie der University of Exeter, aus dem Jahr 2015 zeigt, kann Rote Rüben Saft zu einer Steigerung der Leistung und Ausdauer bei Sportlern führen. 16 männliche Sportler bekamen als Teilnehmer der Studie eine Woche lang 140ml Rote Rüben Saft zu trinken. Bei einem Abschlusstest konnte die positive Wirkung auf Leistung und Ausdauer bewiesen werden, im Vergleich zu den Tests nach einer Palcebo-Version.

Das Nitrat in der roten Rübe wirkt sich positiv auf den Blutfluss aus, weil die Gefäße erweitert werden und verringert zudem den Sauerstoffbedarf der Muskeln.

 

Darum ist die Rote Rübe so gesund

Die Powerknolle steckt voller Nährstoffe und Vitamine. Vor allem das lange umstrittene Nitrat, welches im Körper zu Nitrit umgewandelt wird, macht sie besonders wertvoll. Nitrat hilft gegen Bluthochdruck und Diabetes.

Zudem hat die Rote Rübe einen hohen Anteil an Eisen, Zink, Magnesium, Folsäure, Kalium, Kalzium, Vitamine B1, B2, B6 und C sowie Beta-Carotin.

Sie ist kalorienarm und wirkt sich positiv auf die Verdauung und das Immunsystem aus und enthält viele Ballaststoffe.

Daher eignet sie sich auch gut zum Abnehmen. Sie hält den Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Level und macht verhältnismäßig lange satt.

 

Zeichen für Qualität

Beim Kauf der roten Knolle empfehlen wir auf einen regionalen und biologischen Anbau zu achten. Warum sich Bio auszahlt, kann auch bei der Umweltberatung nachgelesen werden.

Die Knollen sollten nicht zu groß sein, da sie sonst innen schnell holzig sind. Ein Zeichen für Frische ist die glatte Oberfläche, ältere Knollen werden mit der Zeit schrumpelig. Für eine lange Lagerung empfiehlt es sich auf unbeschädigte Knollen zu achten. Wer sie sofort verarbeitet, kann ruhigen Gewissens auch die weniger schönen nehmen - ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung unserer Lebensmittel.

Rote Rüben müssen nicht extra verpackt werden, ihre Schale ist die beste und natürlichste Art der Verpackung.

 

Verarbeitung und Zubereitung der Roten Rübe

Die namensgebende Farbe enthält die Knolle aus dem Farbstoff Betanin. Dieser wird als natürlicher Farbstoff für Lebensmittel mit der Kennzeichnung E162 verwendet.

Bei der Verarbeitung empfehlen wir Einweghandschuhe zu tragen, da die Rote Rübe stark abfärbt. Gekocht wird sie immer mit Schale, damit weniger Inhaltsstoffe verloren gehen. Nach dem Kochen kann sie mit einem Küchenmesser geschält werden. Neben der unten erwähnten Suppe oder den ausgefalleneren Chips, lassen sich auch Currys, Risotto oder Salate mit Rote Rübe verfeinern. Immer beliebter werden auch Säfte und Saftkuren mit der roten Knolle.

 

Für eine Rote Rüben Suppe, die Knollen waschen und in kaltem Wasser aufkochen, circa 35 Minuten leicht köcheln lassen und 5 Minuten vor Ende der Garzeit salzen. Mit kaltem Wasser abschrecken, schälen und klein würfeln.

Butter und klein geschnittene Zwiebel in einem Topf anrösten, gewürfelte Rote Rübe dazugeben und kurz mitrissen. Anschließend mit Suppe oder Wasser aufgießen und 10 Minuten leicht köcheln lassen.

Zum Schluss die Suppe pürieren, mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Dieses Grundrezept kann je nach Belieben zum Beispiel mit Balsamico, Kren, Sauerrahm, Kartoffeln oder Apfel abgewandelt werden. Eine vegane, cremige und leicht exotische Variante kann mit Kokosmilch gekocht werden.

Wie man sieht ist die rote Knolle ist sehr vielseitig und lässt sich gut kombinieren.

 

Rote Rüben Chips

Sie sorgen auf jeden Fall für Abwechslung und sind eine gesunde Alternative, für alle die schon genug von den klassischen Erdäpfelchips haben. Zudem kann man Rote Rüben Chips ganz einfach zuhause selber machen! Wir zeigen wie schnell und einfach es geht:

Ausnahmsweise und der Einfachheit-halbe schälen wir die rote Knolle noch in rohem Zustand. Auch hier ist Vorsicht geboten, denn die Farbe wird danach überall zu sehen sein.

Die geschälten Knollen mit einem Gemüsehobel in feine Scheiben hobeln, oder mit einem Gemüsemesser fein schneiden. In einer Schüssel gut mit Olivenöl beträufeln und anschließend im vorgeheizten Backofen je nach Dicke für circa 30 Minuten bei 150Grad backen. Wenn sich die Chips anfangen zu wellen sind sie fertig. Auskühlen lassen, mit Salz bestreuen und sofort genießen!

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